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Wenn Fehler Früchte tragen: Unterschied zwischen den Versionen

Wiener­WissensWelt

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|ArticleShortText=„Bloß nichts falsch machen!“ war lange Zeit oberste Divise vieler Unternehmen. Doch das ist oft ein Rezept für den Erhalt des Status Quo – und gegen Innovation. Deshalb befasste sich die 3. Wiener Innovationskonferenz mit der Frage, wie Fehler strategisch genützt werden können.
 
|ArticleShortText=„Bloß nichts falsch machen!“ war lange Zeit oberste Divise vieler Unternehmen. Doch das ist oft ein Rezept für den Erhalt des Status Quo – und gegen Innovation. Deshalb befasste sich die 3. Wiener Innovationskonferenz mit der Frage, wie Fehler strategisch genützt werden können.
 
|ArticleText===Kultur des Scheiterns als Innovationsvorteil?==
 
|ArticleText===Kultur des Scheiterns als Innovationsvorteil?==
Wer bereit ist, Fehler zu machen, eröffnet vielleicht neue Lösungen und Wege - so die Theorie der Konferenz. Um Innovation zuzulassen, muss über erprobte Strategien hinausgedacht werden. Dabei entsteht das Risiko, etwas "falsch" zu machen, aber eben auch die Chance, die Branche zu revolutionieren. Aus Unternehmenssicht kann die Innovationskraft bewusst gefördert werden, indem die Fehlerkultur neu gestaltet wird.
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Wer bereit ist, Fehler zu machen, eröffnet neue Lösungen und Wege - so die Theorie der Konferenz. Um Innovation zuzulassen, muss über erprobte Strategien hinausgedacht werden. Dabei entsteht das Risiko, etwas "falsch" zu machen, aber eben auch die Chance, eine Branche zu revolutionieren. Aus Unternehmenssicht kann die Innovationskraft bewusst gefördert werden, indem die Fehlerkultur neu gestaltet wird.
  
 
==Rahmenbedingungen für Innovationen==
 
==Rahmenbedingungen für Innovationen==
Wenn Mitarbieter*innen innovativ denken und arbeiten sollen, brauchen sie aus Sicht der Konverenzvortragenden angemessenen Freiraum in ihrer Arbeit. Das kann ermöglicht werden, in dem ein gewisses Stundenpensum pro Woche bewusst keinen vorgegebenen Aufgaben gewidmet ist.  Hier dürfen auch Lösungen erdacht werden, die sich letztendlich als nicht-praktikabel erweisen. Divise ist jedoch: "Kein Fehler ist auch ein Fehler" - denn Unternehmen, die nie etwas Neues wagen, fallen in einer sich verändernden Gesellschaft unweigerlich hinter Mitbewerber zurück.  
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Wenn Mitarbieter*innen innovativ denken und arbeiten sollen, brauchen sie aus Sicht der Konverenzvortragenden angemessenen Freiraum in ihrer Arbeit. Das kann ermöglicht werden, indem ein gewisses Stundenpensum pro Woche bewusst keinen vorgegebenen Aufgaben gewidmet ist.  Hier dürfen auch Lösungen erdacht werden, die sich letztendlich als nicht-praktikabel erweisen. Divise ist jedoch: "Kein Fehler ist auch ein Fehler". Denn Unternehmen, die nie etwas Neues wagen, fallen in einer sich verändernden Gesellschaft unweigerlich hinter Mitbewerber zurück.  
  
 
==Vertrauen als Innovations-Motor==
 
==Vertrauen als Innovations-Motor==
Zudem ist Vertrauen in der Organisation und im Team die Basis, um Innovation zu generieren. Wenn Fehler offen kommuniziert werden können, ohne mit negativen Konsequenzen rechnen zu müssen, können kalkulierte Risiken eingegangen werden. Zudem werden Probleme so schneller erkannt, kommuniziert und, wo nötig, behoben. Dafür ist eine gewisse "Fehlerkompetenz" erforderlich.
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Zudem ist Vertrauen in der Organisation und im Team die Basis, um Innovation zu generieren. Wenn Fehler offen kommuniziert werden dürfen, ohne mit negativen Konsequenzen rechnen zu müssen, können kalkulierte Risiken eingegangen werden. Zudem werden Probleme so schneller erkannt, kommuniziert und, wo nötig, behoben. Dafür ist eine gewisse "Fehlerkompetenz" erforderlich.
  
 
==Warum Fehler nicht gleich Fehler ist==
 
==Warum Fehler nicht gleich Fehler ist==
Start ups der Silcion-Valley-Kultur scheinen Fehler nahezu zu feiern. "Fuck-up nights", die weltweit stattfinden, machen Fehler und Scheitern bewusst öffentlich. Die Speaker*innen der Konferenz betonen jedoch, dass nicht alle Feher-Typen automatisch zu Innovation führen. Im Gegenteil - wer bewusst ein Risiko eingeht, etwa um Kosten zu sparen, kann das Unternehmen oder sogar Menschen und Umwelt gefährden. Ein Beispiel dafür ist das Deepwater Horizon Unglück. Solche Fehler sollen nicht gefeiert, sondern schlichtweg vermieden werden.  
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Start ups der Silcion-Valley-Kultur scheinen Fehler nahezu zu feiern. "Fuck-up nights", die weltweit stattfinden, machen Fehler und Scheitern bewusst öffentlich. Die Speaker*innen der Konferenz betonen jedoch, dass nicht alle Feher-Typen automatisch zu Innovation führen. Im Gegenteil - wer bewusst ein Risiko eingeht, etwa um Kosten zu sparen, kann sogar Menschen und Umwelt gefährden. Ein Beispiel dafür ist das Deepwater Horizon Unglück. Solche Fehler sollen - trotz Innovationskultur - nicht gefeiert, sondern schlichtweg vermieden werden.  
  
 
==„Negatives Wissen“ managen==
 
==„Negatives Wissen“ managen==
Ist ein Fehler passiert oder hat sich eine Strategie als unzulänglich erwiesen, ist ein bewusstes Wissensmanagement der nächste Schritt. Bei einer positiven Fehlerkultur kann jetzt aktiv reflektiert werden, was nicht funktioniert hat und warum. So können "Learnings" dokumentiert werden, die in der nächsten Phase vielleicht zum Erfolg führen.
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Manchmal passieren unerwünschter Fehler, oder Strategienerweisen sich als unzulänglich. Hier ist ein bewusstes Wissensmanagement der nächste Schritt. Bei einer positiven Fehlerkultur kann jetzt aktiv reflektiert werden, was nicht funktioniert hat und warum. So können "Learnings" dokumentiert werden, die in der nächsten Phase vielleicht zum Erfolg führen.
  
  
 
|InternalAuthor=me
 
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Version vom 15. Februar 2018, 16:11 Uhr



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Copyright siehe: Lizenzen.

Offen mit Fehlern umgehen – Crane Ashberry Industry Film

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Bibliographische Information

  • Herausgeber*in (bzw. soweit ausgewiesen Verlag):
  • Titel (bzw. soweit ausgewiesen Autor*innen):
  • Ort / Datum bzw. Jahr: / 2018/01/24
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  • Zitierhilfe (Zitatstile & BibTEX)

 

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