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Seitenwerte für „Dumpster Diving - Lebensmittel“

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Werte von „Articles“

ArticleTitleDumpster Diving: Abfall-Essen als Mittel gegen Armut oder Konsumkritik?
ArticlePicture
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ArticlePictureAltTextWeggeworfene Lebensmittel
ArticlePictureTextPixabay, CC_0.
VideoContent
TagsArmut · Konsum · Zufriedenheit
ScienceFieldsAndere Humanmedizin · Geschichte · Geschichte · Gesundheitswissenschaften · Andere Humanmedizin · Gesundheitswissenschaften · Soziologie · Wirtschaftswissenschaften · Soziologie · Wirtschaftswissenschaften
TrendsAlter-Bevölkerungsentwicklung-Subtrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Alter-Bevölkerungsentwicklung-Subtrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Gesellschaftsstrukturen-Subtrend · Soziale-Ungleichheit-Subtrend · Gesellschaftsstrukturen-Subtrend · Globaler Wandel Megatrend · Alter-Bevölkerungsentwicklung-Subtrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Ecological-Change-Subtrend · Energie-Ressourcenverknappung-Subtrend · Gesellschaftsstrukturen-Subtrend · Green-Subtrend · Nachhaltigkeit-Subtrend · Soziale-Ungleichheit-Subtrend · Urbanisierung-Subtrend · Green-Subtrend · Individualisierung Megatrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Soziale-Ungleichheit-Subtrend · Nachhaltigkeit-Subtrend · Alter-Bevölkerungsentwicklung-Subtrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Green-Subtrend · Nachhaltigkeit-Subtrend · Soziale-Ungleichheit-Subtrend · Alter-Bevölkerungsentwicklung-Subtrend · Arbeit-Sozialsystem-Subtrend · Armut-Subtrend · Gesellschaftsstrukturen-Subtrend · Green-Subtrend · Nachhaltigkeit-Subtrend · Soziale-Ungleichheit-Subtrend
Editor
PublisherWienerWissensWelt
TitleDumpster Diving - Lebensmittel
Author
PlaceWien
DateJear2017
TypeInternetdokument
SourceLinkExternalhttp://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10460-004-8278-9
ArticleSourceBiblioCopyPasteEikenberry, N. & Smith, C. (2005): Attitudes, beliefs, and prevalence of dumpster diving as a means to obtain food by Midwestern, low-income, urban dwellers, Agriculture and Human Values, Volume 22, Issue 2, pp 187–20: [http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10460-004-8278-9?LI=true]
ArticleShortText„Dumpster Diver“ suchen Mülltonnen nach noch brauchbaren Gütern ab, häufig nach Lebensmittel, und verwerten diese. Die ausgewählten Mülltonnen werden häufig von kommerziellen Einrichtungen, wie Restaurants oder Lebensmittelgeschäften, befüllt. Manche wählen diesen Schritt des "Mülltonnentauchens" aus Armut, um Ernährungslücken zu füllen – für andere ist Dumpster Diving ein politisches Statement gegen eine rein profitorientierte Konsum- und Überflussgesellschaft.
ArticleText====Dumpster Diving – nicht nur für Arbeits- und Obdachlose==== Nahrungsmittel aus der Mülltonne zu holen assoziieren viele mit tiefster Armut. Eikenberry und Smith befassten sich in einer qualitativen Studie mit den Gründen, warum sich Menschen für Dumpster Diving entscheiden. Dazu führten sie Gruppendiskussionen in Minnesota durch. Das Ergebnis: Bei weitem nicht alle Dumpster Diver sind obdachlos; ca. die Hälfte von ihnen hat einen fixen Wohnort und geht auch einer erwerbstätigen Arbeit nach. ====Bildungs- und Familienstand von "Divern"==== Auch der Bildungsstand der „Divers“, wie sie in dem Bericht genannt werden, ist durchschnittlich. Die Mehrheit von ihnen hat die High School (entspricht 12 Schuljahren) erfolgreich abgeschlossen. Etwa die Hälfte versorgte mit den gedumpsterten Lebensmitteln nicht nur sich, sondern auch ihre Kinder. Am häufigsten greifen alleinstehende Männer, sowie Familien mit Kindern auf Lebensmittel aus dem Müll zurück. Alleinstehende Frauen machen dahingegen nur 13 % der Diver aus. ====Nahrungsmittelunsicherheit als primärer Grund==== Bei vielen Divern kommt es trotz Job und Wohnung zu einer Nahrungsmittelunterversorgung, die über Dumpster Diving teilweise ausgeglichen wird. Die meisten Befragten verdienen weniger als 10.000 Dollar im Jahr, wodurch Basisbedürfnisse wie Lebensmitteleinkäufe nicht bzw. nicht konstant gedeckt werden können. ====Dumpster Diving ergänzt Hilfsangebote==== Staatliche oder religiöse Hilfsangebote wie Suppenküchen oder Essensmarken werden teilweise in Anspruch genommen, reichen aber häufig nicht aus, um Engpässe zu überbrücken. So sind manche Hilfseinrichtungen zu weit weg, um sie zu Fuß problemlos erreichen zu können. Andere wiederum verlangen einen Ausweis, bevor Nahrungsmittel ausgegeben werden. Da einige der Studienteilnehmer*innen keinen Ausweis besitzen, fallen sie durch das Raster. ====„Lebensmittelwüsten“ und Dumpster Diving==== Dumpster Diving wird demnach oft genutzt, um Versorgungsengpässe zu kompensieren. Diese entstehen unter anderem auch dadurch, dass Betroffene in sog. „Lebensmittelwüsten“ (Englisch: food deserts) beheimatet sind. Das sind urbane oder auch ländliche Gegenden, in denen kilometerweit kaum Supermärkte vorhanden sind. Geschäfte, die Lebensmittel verkaufen, sind oft sehr klein und verlangen aufgrund ihrer lokalen Monopolstellung hohe Preise. ====Konsum-kritisches Dumpster Diving==== Nicht immer geschieht Dumpster Diving aus Armut. Shantz beschreibt in seinem Paper moralische und ethische Gründe, aus denen sich Menschen dazu entschließen, selbst wenn keine finanzielle Notwendigkeit besteht. Dimpster Diving wird so zum politischen Statement gegen eine Konsumkultur des Überflusses. Noch brauchbare Produkte, sonst in verschwendet worden wären, werden aus dem Abfall „gerettet“. Dadurch werden Ressourcen geschont. ====Gemeinschaft: Teilen und Verteilen==== Sowohl Eikenberry und Smith, als auch Shantz beschreiben die wichtige Rolle, die Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit bei der Dumpster Diving Bewegung spielen. Diver, die Nahrungsmittel zum Überleben brauchen, teilen diese dennoch bereitwillig mit Bekannten, Familie und Freunden, die sich ebenfalls in einer Notlage befinden. Besonders geeignete Plätze zum Dumpster Diving, bei denen Essen beispielsweise verpackt und relativ frisch entsorgt wird, werden anderen empfohlen. Auch die freiwilligen Diver verfolgen laut Shantz häufig Ziele des Gemeinwohls. So gibt es verschiedene Bewegungen, in denen „gerettetes“ Essen an Obdachlose und andere Bedürftige ausgegeben wird. So findet eine Art Umverteilung des Überflusses an jene statt, die gesellschaftlich von dessen Konsum ausgeschlossen sind.
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FurtherLinks* Eikenberry, N. & Smith, C. (2005): Attitudes, beliefs, and prevalence of dumpster diving as a means to obtain food by Midwestern, low-income, urban dwellers, Agriculture and Human Values, Volume 22, Issue 2, pp 187–20, http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10460-004-8278-9?LI=true]
  • Shan