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Seitenwerte für „Digital Currencies“

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Werte von „Articles“

ArticleTitleDigital Currencies: Wie verändern alternative Währungen unser Weltbild?
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VideoContent<h4>Multimedia </h4> '"`UNIQ--item-2--QINU`"' <p>Quelle: [https://www.youtube.com/ YouTube.com]. Rechte siehe: [[MediaWiki:Licenses|Lizenzen]].</p>
TagsKryptowährung · Bitcoin · Roboter-Steuer · Finanzwirtschaft
ScienceFieldsInformatik · Mathematik · Informatik · Mathematik · Wirtschaftswissenschaften · Wirtschaftswissenschaften
TrendsCrowdmovements-Subtrend · Digitale-Verwaltung-Subtrend · Digitalisierung Megatrend · Information-Knowledge-Economy-Subtrend · Social-Local-Mobile-Subtrend · Mobilität-Subtrend · Gesellschaftsstrukturen-Subtrend · Globaler Wandel Megatrend · New-Co-Smart-Work-Subtrend · Wertewandel-Subtrend
Editor
PublisherWienerWissensWelt
TitleDigital Currencies
Author
PlaceWien
DateJear2017
TypeInternetdokument
SourceLinkExternalhttps://www.youtube.com/watch?v=lYzp-n9QWTo
ArticleSourceBiblioCopyPasteHaböck, Ulrich / Tausig, Mathias: Bitcoin – How the blockchain works, Open House Vortrag der FH Campus Wien, 10.03.2017.
ArticleShortTextSie heißen Bitcoin, Etherum oder Zcash: Das Geld der Online-Welt. Man kann es nicht abheben, es wird in keiner Bank gelagert und wer hinter einer Zahlung steckt, bleibt geheim. Dennoch gelten sog. „Krypowährungen“ als sehr sicher, Transkationen erfolgen schnell und die Gebühren sind niedrig.
ArticleText====Verbreitung von Digitaler Währung==== Digital Currencies sind kein Nischenphänomen mehr – Bitcoin hat derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 17,5 Milliarden US-Dollar. Weltweit verwenden schätzungsweise über eine Million Menschen Bitcoins, wobei diese Zahl notorisch schwer zu verifizieren ist. Der Grund: Gezählt können nur Bitcoin-Adressen, die in „Wallets“ (Geldbörsen) gebündelt werden, also Apps, die Zugangsdaten zu digitalen Währungen speichern. Von Wallets aus kann digitales Geld empfangen und versendet werden; sie bieten einen Überblick über alle Transaktionen. Ein/e User*in darf unlimitiert viele Wallets besitzen. ====Kryptowährungen als modernes Nummernkonto?==== Bitcoin-Adressen sind nicht an eine Identität geknüpft, sondern an einen Code. Ähnlich wie auf ein Nummernkonto hat jede/r auf die Bitcoin-Adresse Zugriff, der den privaten Schlüssel kennt. Anders als bei einem Nummernkonto ist die Identität des/der Walletbesitzer*in niemandem bekannt, außer ihm/ihr selbst. Die Aufgabe des Wallets ist es, all diese privaten Schlüssel zu speichern – denn gehen diese verloren, kann auf das Geld keinenfalls zugegriffen werden. ====Der Weg zu Digital Currency==== Die Nutzung digitaler Währungen ist jedenfalls im Steigen begriffen. Alleine Bitcoin verzeichnet täglich 200.000 Transaktionen, auch andere Digital Currency-Anbieter gewinnen an Marktanteilen. Insgesamt sind derzeit 16 Millionen Bitcoins in Umlauf. Konnte man Digitales Geld früher ausschließlich auf Internetplattformen erwerben, gibt es mittlerweile reale Geschäfte offline, bei denen mit Bargeld oder per Bankomatkarte Bitcoins und Co. erworben werden. Ein Beispiel für ein solches Geschäft findet man in Wien, wo Ende Jänner 2017 auf der unteren Mariahilferstraße das erste Bitcoin Flagship Store weltweit eröffnet wurde. Das markante „B“-Logo ziert die schicke gläserne Store-Front und beweist, dass Digital Currencies längst im Alltag vieler angekommen ist. ====Währung ist, was Wert hat==== Dennoch können sich viele Verfechter*innen traditioneller Währungen nicht vorstellen, dass die wenig greifbaren „Digital Currencies“ wirklich etwas wert ist, und diesen Wert auch halten kann. Dem hält Mathias Tausig, Lehrender und Forschender des Kompetenzzentrums für IT-Security der FH Campus Wien, entgegen, dass eine Währung alles sein kann, dem wir als Gesellschaft Wert zuschreiben. Auch „reale“ Währungen wie Euro oder Dollar sind nur deshalb wertvoll, weil die Menge an Menschen groß genug ist, die sich darauf geeinigt hat, sie als Zahlungsmittel anzuerkennen. Bei Kryptowährungen ist diese „Kritische Masse“ längst erreicht. Der Wert von Digital Currencies jedoch nach wie vor sehr volatil; die Wechselkurse unterliegen höheren Wertschwankungen als jene der meisten regulären Währungen. ====„Bitcoin – mehr wert als Gold!“==== Bitcoin wird als Währung immer wertvoller. Als sie im Oktober 2009 auf den Markt kamen, war ein Bitcoin weniger als einen Dollar-Cent wert. Es gab zahlreiche Promotions-Aktionen, die primär den Marketing-Zwecken der Unternehmen dienten, die sie ins Leben riefen. So konnten US-Konsument*innen durch die Aktion „PizzaForCoins“ ihre Lieblingspizza bei der Kette Domino’s mit Bitcoins bestellen. Dell verschenkte eine Zeit lang zu einigen neuen Computern ein paar Bitcoins. Mittlerweile könnte sich das Dell nicht mehr leisten – ein Bitcoin kann heute gegen ca. 1.200 Dollar eingetauscht werden. Reißerisch titelten viele Medien mit Schlagzeilen wie „Bitcoin – mehr wert als Gold!“. Laut Tausig ist diese Aussage aber nicht zulässig: „Hier wird eine völlig willkürliche Menge an Bitcoins mit einer völlig willkürlichen Menge an Gold verglichen.“ ====Drogen, Prostitution, Schwarzgeld: Wie illegal sind Digital Currencies?==== Kryptowährungen – ähnlich wie das sog. Dark Net – sehen sich immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, primär illegalen Machenschaften zu dienen. Das liegt daran, dass Transaktionen zwischen Bitcoin-Adressen keinen Rückschluss auf ihre eigentlichen Eigentümer zulassen. Das ändert sich, sobald Kryptogeld in einen tatsächlichen Wert wie reguläres Geld oder Produkte umgewandelt wird. Dann findet eine Verbindung der Bitcoin-Adresse mit einer rechtlichen Entität, wie einer Kontonummer oder Versandadresse, statt. Zudem gibt es laut Tausig viele völlig legale Anwendungsmöglichkeiten, bei denen Digital Currencies eine taugliche Alternative zu anderen Angeboten darstellt. So liegen die Kosten für schnelle, internationale Überweisungen über Anbieter wie Western Union bei ca. 10 % des Gesamtbetrags. Transaktionsgebühren bei digitalen Währungen variieren, betragen jedoch typischerweise nicht mehr als 0,5 % der Gesamtsumme. Menschen, die Familien oder Freunden weit weg schnell Geld zukommen lassen möchten, können mit Digitalen Währungen viele Spesen sparen. ====Double Spending – Geld zeitgleich zweimal ausgeben==== Ein weiterer Bonus: Bei Transaktionen muss nie die Zahlungswürdigkeit des/der Kund*in überprüft werden. Anders als beispielweise bei einer Kreditkarte, die eventuell nicht gedeckt ist, kann bei Kryptowährungen nur Geld ausgegeben werden, über welches das Wallet auch tatsächlich verfügt. Die einzige Möglichkeit, bei Digital Currencies zu „betrügen“, besteht im sog. Double Spending. Hier gibt ein/e User*in eine Summe praktisch zeitgleich zwei Mal, für zwei unterschiedliche Güter oder Dienstleistungen aus. Real ist das praktisch nicht durchführbar – aber auch nicht gänzlich unmöglich, so Tausig. Würde eine Person, oder ein Kollektiv, über einen großen Teil des Netzwerkes verfügen, das der Währung zugrunde liegt, wäre Double Spending theoretisch machbar. ====Satoshi Nakamoto: Geheimnisvolle Erfindung von Bitcoin==== Wer genau Bitcoin erfunden hat, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Anfangs wurde dem ca. 1975 in Japan geborenen Satoshi Nakamoto der Code zugeschrieben, auf dem Bitcoin basiert. Bald schon kamen aber Zweifel bezüglich dieser Identität auf, und der Verdacht stieg, dass es sich bei Nakamoto um ein Pseudonym handelte. 2015 deuteten mehrere Investigationen darauf hin, dass der australische Programmierer Craig Steven Wright hinter der Erfindung von Bitcoin stecken könnte. Die Beweislast bleibt jedoch unvollständig. Nakamoto – wer auch immer er (oder sie) auch ist – hat jedenfalls mit Bitcoins ein Vermögen gemacht. Die eine Million Bitcoins in seinem Besitzt sind heute über 1,1 Milliarden Dollar wert. ====Digital Currencies: Sicher vor Inflation==== Was macht Digitale Währungen attraktiv? Neben der vollständigen Anonymität, mit der Käufe getätigt werden können, gibt es noch andere Argumente, die für Bitcoin, Etherum, Zcash und Co. sprechen. Im Gegensatz zu „realen“ Währungen sind Digital Currencies vor Inflation sicher. Anfangs wurden bei Bitcoin etwa neue Münzen herausgegeben, doch dieses Wachstum flacht ab und ist irgendwann ganz gedeckelt. Zudem sind Kryptowährungen unabhängig von Banken, was vielen gerade nach der letzten Bankenkrise eine attraktive Alternative erscheint. Durch die globale Gültigkeit ist auch ein Einbruch der Währung aufgrund einer regionalen Krise unwahrscheinlich. Aber: In absehbarer Zeit wird es vermutlich nicht möglich sein, flächendeckend in Geschäften mit Digital Cash statt mit Bargeld zu bezahlen.
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FurtherLinks* YouTube Video: Einführung in die Blockchain: https://www.youtube.com/watch?v=lYzp-n9QWTo