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Flexibilisierung ist ein Prozess auf Gesellschaftsebene. Institutionen, Organisationen und auch Personen begegnen damit den sich rasch verändernden Umweltbedingungen und stellen sich auf die komplexer werdenden Bedingungen ein. Auf der Ebene der agierenden Personen bedeutet Flexibilisierung insbesondere eine individuellere Ausgestaltung von Lebensbiographien. Die soziale Dimension dieses Trends ist sehr stark ausgeprägt, da Flexibilisierung in alle Lebensbereiche wirkt. Die gesamte Lebensplanung, mit den wichtigen Themen der Bildung, Arbeit und Familie kann flexibler gestaltet werden. Dieser übergreifende Trend der Flexibilisierung findet integrale Abbildung in einer Vielzahl von diversen Lebensläufen. Es finden zeitliche Verschiebungen – z.B. bei Aus- und Weiterbildung oder auch der Familienplanung – statt. In jedem Bereich bieten Organisationen, Institutionen aber auch neue Entwicklungen der Umwelt mit flexibleren Strukturen ein mehr an Wahlmöglichkeiten, aus denen sich der/die Einzelne individuell gestaltbare Lebensentwürfe zusammenstellen kann. Dieses Mehr an Möglichkeiten bietet im Idealfall ein mehr an Auswahlmöglichkeiten und führt zu größerer Selbstbestimmung, kann für das Individuum aber auch zu Überforderung führen oder Stress auslösen.

Der Megatrend Flexibilisierung wirkt in beinahe allen Lebensbereichen und sehr stark auch in Organisationen. Insbesondere betrifft Flexibilisierung die Aneignung von Wissen und damit auch die Bildung. Dies stellt Hochschulen als Organisationen in zweifacher Hinsicht vor neue Herausforderungen. Einerseits bieten sie Bildung in Form von Studienprogrammen an, andererseits sind sie auch Arbeitgeber. Hochschulen sind somit gefordert bestmöglich sowohl auf die Trends des Neuen Lernens als auch der neuen flexiblen Arbeitswelt zu reagieren. Flexibilisierung spielt im Bildungs- insbesondere auch Hochschulbereich eine große Rolle. Neues Lernen beinhaltet die Einbindung neuer didaktischer Methoden, das teilweise frei verfügbare Wissen online (wie MOOCs), den Trend zum lebenslangen Lernen und eine studierendenzentrierte Sichtweise. Der Flexibilisierung von beispielsweise ganzen Studienprogrammen sind insbesondere im Fachhochschulbereich durch (gesetzliche) Rahmenbedingungen jedoch auch Grenzen gesetzt. Flexibilisierung ist als Trend in den Themenfeldern Neues Lernen, New Work, Konnektivität und Mobilität verankert und bildet die hohe Komplexität der sich rasch verändernden Umwelt, in der wir leben, ab. Flexibilisierung stellt eine Form der Reaktion von Organisationen und auch Menschen darauf dar.

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Visualisierungen und Daten

Open Government Data zu Flexibilisierung (Stadt Wien, CC_BY).

Artikelübersicht zum Megatrend Flexibilisierung

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Kunst- und Kreativwirtschaft in Österreich | Flexibilisierung Megatrend

Wie kein anderer Wirtschaftszweig beflügelt die Kreativindustrie die Stadtentwicklung und wirkt als finanzieller Motor für andere Branchen. Gesellschaftliche Diversität und Pluralität wiederum wirken als Treiber der Kreativwirtschaft.

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Diese Trends beeinflussen den Wiener Arbeitsmarkt | Flexibilisierung Megatrend

Nicht nur Wirtschaftswachstum oder –krise beeinflussen Entwicklungen des Arbeitsmarktes. Folgende Trends entscheiden, in welchen Branchen neue Arbeitsplätze entstehen und wie sich Wiener Jobs in der Zukunft wandeln. Der Bericht „Die Zukunft der Beschäftigung in Wien“ beschäftigt sich mit wichtigen Veränderungen, die branchenübergreifenden Einfluss ausüben – hier werden vier davon vorgestellt.

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Mobiles Arbeiten: Flexibel und technologiegestützt | Flexibilisierung Megatrend

Arbeiten wann und wo immer es beliebt: Am Strand, im Lieblings-Café oder gemütlich zu Hause auf der Couch – so das Ideal-Bild des Mobilen Arbeitens. Wie „Mobile Work“ wirklich aussieht, welches Potential und mögliche Nachteile es bietet, damit befasst sich der Report „Neue Beschäftigungsformen in Europa“ des Eurofund.

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Brave New Work: Arbeitsmodelle der Zukunft | Flexibilisierung Megatrend

Statistiken zeigen: Klassische Nine-to-five Vollzeit-Jobs im unbefristeten Anstellungsverhältnis werden seltener. Ein internationaler Trend, der sich auch in Wien widerspiegelt – so haben in den letzten zehn Jahren geringfügige Beschäftigungsverhältnisse um 90 % zugenommen, befristete Verträge um 29 % und Leiharbeit um 42 %. „Reguläre“ Vollzeitjobs sind in demselben Zeitraum dahingegen nur um 5 % angewachsen. Doch welche „New Work“-Formen gibt es? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bericht „Neue Beschäftigungsformen in Europa“ des Eurofund der Europäischen Union. Hier sind einige wichtige Arbeitsmodelle der Zukunft vorgestellt.

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Kinder und Beruf: Trend zur dauerhaften Teilzeitbeschäftigung? | Flexibilisierung Megatrend

Frauen, die vor der Geburt ihres ersten Kindes in Teilzeit beschäftigt waren, wählen bei dem Berufswiedereinstieg meist wieder diese Arbeitsform. Dasselbe gilt für Vollzeit-Beschäftigte. Eine Stundenreduktion bzw. –aufstockkung findet kurzfristig selten statt – Veränderungen ergeben sich meist erst, wenn die Kinder schon in die Schule gehen.

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Crowd Working: Globale Arbeitsteilung von Mikrojobs | Flexibilisierung Megatrend

Über eine Online-Plattform werden Mikrojobs an international Bewerber*innen vergeben, um ein Problem zu lösen oder eine Aufgabe zu erfüllen. Größere Aufgaben oder Projekte werden häufig in kleinere geteilt, die unabhängig voneinander ausführbar sind.

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Elektromobilität und Recht in der Smart City | Flexibilisierung Megatrend

Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität. Im Interview mit RAA Frau Dr. Daphne Frankl-Templ erfahren wir mehr zu den rechtlichen und politischen Herausforderungen.

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Familienplanung in Wien: Wunsch und Realität in der Langzeitstudie | Flexibilisierung Megatrend

Wie viele jener Männer und Frauen in Wien, die sich Kinder wünschen, setzen diesen Wunsch auch wirklich um? Welche Faktoren tragen dazu bei, den Wunsch (nicht) zu realisieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

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Smart Mobility, Traffic and Transport Management in Wien | Flexibilisierung Megatrend

Transport und Warenlogistik sind wichtige Grundlagen moderner Gesellschaften. Auch in sogenannten "Smart Cities" ist Verkehrslogistik daher ein Bereich, in dem sich die Menschen durch die Technisierung und computerunterstützte Planung wesentliche Verbesserungen erwarten.

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Maker Movement: Lernen durch kreatives Kreieren | Flexibilisierung Megatrend

Die “Maker” Bewegung fordert Interessierte auf, selbst Dinge herzustellen: Codes oder Roboter ebenso wie traditionelleres Handwerk und Kunst. Spezielles Know-how ist dazu nicht notwendig; Kreativität, Experimentierfreude und die richtigen Werkzeuge reichen als Voraussetzung. Schön und Ebner sehen in dem Maker’s Movement viel Potential, um Lehren und Lernen positiv zu verändern. Wie kreatives Tun – statt passivem Konsumieren von Lernstoff – in Lernumgebungen umgesetzt werden kann, wird in ihrem Artikel „The Maker Movement. Implications of new digital gadgets, fabrication tools and spaces for creative learning and teaching” diskutiert.

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Green-Jobs in der Smart City Wien | Flexibilisierung Megatrend

Global betrachtet verursachen Städte 75 % des CO² Ausstoßes und verwenden 75 % der Energie. Werden innovative Möglichkeiten gefunden, diesen städtischen Verbrauch zu reduzieren, erfolgt ein wesentlicher Schritt hin zur Ressourcenschonung und Entlastung der Umwelt. Sog. „Green Jobs“ sollen zu der Konzeption und Verwirklichung von Umweltlösungen in Städten beitragen.

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Schöne neue Arbeitswelten: Wie die nächsten Generationen "Arbeit" sehen | Flexibilisierung Megatrend

"Brave New Workplace"-Befragungen von Universum, INSEAD Emerging Markets Institute, The HEAD Foundation und des MIT Leadership Centers zur Sicht nachfolgender Generationen auf "(Erwerbs)arbeit" vor dem Hintergrund einer immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen Arm und Reich und dem zunehmenden Wegfallen der Arbeit durch Automatisierung.

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12-Stunden-Arbeitstag: Gesundheitsrisiko und höhere Fehlerquote? | Flexibilisierung Megatrend

Flexiblere Zeitgestaltung für Angestellte, sagen die Befürworter*innen – gesundheitsgefährdende Policy, die nur Arbeitgeber*innen dient, so die Gegner*innen. Ob die Maximalarbeitszeit auf täglich 12 Stunden ausgeweitet werden sollte, ist kontrovers und politisch heiß umkämpft.

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